Digitaler Nachlass (Cicero)

Lerninhalt

Im digitalen Zeitalter dreht sich der Alltag oft um Bite und Bytes. Fotos, Musikdateien, E-Mail Accounts, Social Media Profile, Spotify Abos und Krypto Assets u.v.m. gehören zum digitalen Nachlass.

Die Frage, ob die Angehörigen nach dem Tod ein Löschungs- oder Zugangsrecht beim Benutzerkonten haben, ist im Schweizer Recht umstritten. Immerhin sollten die laufenden Revisionen des Erbrechts sowie des Datenschutzgesetzes hier bald für Klarheit sorgen. Umso wichtiger ist es deshalb, dass der Umgang mit den Benutzerkonten bereits zu Lebzeiten geregelt wird. Je nach Anbieter (Social Media, Cloud usw.) und Vertragsbestimmungen ist der Zugriff auf die digitalen Daten für die Hinterlassenen mit einem enormen administrativen Aufwand verbunden.

Oft sind sich Ihre Kunden gar nicht bewusst, mit welchen Online-Aktivitäten sie wie und wo digital angebunden sind. Ein erster Schritt hin zu einem Überblick ist eine Liste mit allen Accounts, Abos und Passwörtern zu führen. Diese Liste sollte laufend aktualisiert und sicher aufbewahrt werden.

Der Erblasser verpasst oft testamentarisch darüber zu verfügen, wie mit dem digitalen Nachlass umzugehen ist, was zu unnötigen Differenzen bei den Erben führen kann.

Testamentarisch kann z.B. verfügt werden, ob ein Facebook Account auf Trauermodus, deaktiviert oder auch ganz gelöscht werden soll, und an wen die Inhalte im Erbgang gehen.

Oft wird der digitale Nachlass jedoch selbst testamentarisch vernachlässigt, was gerade bei Abos, die nicht gekündigt werden, zu Kosten führen kann, die den Nachlass mindern.

Dieses Modul gehört wie selbstverständlich zum Rundum-Paket einer Beratung, insbesondere, wenn Themen wie Selbstbestimmung, Ehegüter- und Erbrecht sowie Vorsorgefragen besprochen werden.

 

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